Christina Hengster lässt den Eiskanal hinter sich

Christina Hengster kam 2004 eher zufällig und aus reiner Neugier zum Bobsport. Pilotin Silke Zeuner lud sie auf eine Fahrt durch den Eiskanal ein und weckte damit ihr Interesse und ihre Begeisterung für den Bobsport. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, bereits in der ersten Saison erreichte das Team den dritten Platz in der EC Gesamtwertung. 2005 und 2007 folgten, noch als Bremserin, zwei Staatsmeistertitel, ehe Christina Hengster 2007 selbst auf den Pilotinnenplatz wechselte. Schon ein Jahr später – 2008 – folgte für das Bobteam Hengster der Staatsmeistertitel und auch international reüssierte Christina Hengster mit ihrem Team nun fortlaufend.

„Ich hab den Sport immer gerne gemacht und konsequent an unseren Zielen gearbeitet“, so Christina Hengster über ihre sportliche Laufbahn. Die Highlights waren der 3. Platz in der WC-Gesamtwertung, die EM Medaille für den 3. Platz, die Teilnahme an zwei Olympischen Spielen sowie der Junioren Weltmeistertitel: „Den Sport gerne zu machen und gemeinsam mit dem Team auf Erfolge hinzuarbeiten, das war mir immer wichtig.“ Doch im Sommer habe sie bemerkt, dass sich ihre Prioritäten verschieben. Christina Hengster möchte sich nun mehr ihrer beruflichen Laufbahn bei der Polizei widmen und mehr Zeit mit ihrem Lebensgefährten (Schweizer Bobfahrer Alex Baumann) und ihrer Familie verbringen. Leicht ist ihr die Entscheidung nicht gefallen, gerade auch weil sie in Valerie Kleiser, ihrer Anschieberin, eine liebgewonnene Teamkollegin hatte. „Ich schaue gerne auf meine Zeit im Eiskanal zurück, denn es war auch eine großartige Lebensschule – in allen Bereichen! Es gab viele Erfolge, aber auch Misserfolge, die schmerzten und Hindernisse, die wir überwinden mussten. Ich hatte aber stets außergewöhnlich tolle Menschen um mich, die mit mir meine Wege im Eiskanal gegangen sind.“

Viele persönliche Gründe führt Christina Hengster an, wenn man sie nach den wesentlichen Faktoren für ihre Entscheidung fragt. Die vielen Jahre im Spitzensport hätten ihren Körper sehr gefordert und nach der letzten Saison sei klar gewesen, dass gerade in der Startphase noch deutlich mehr herausgeholt werden müsste. Hinzu kam, dass sich Manni Maier, Christina Hengsters langjähriger Trainer und Wegbegleiter, nach der vergangenen Saison aus dem Trainerjob verabschiedete.

„Es ist mir nicht leicht gefallen, aber ich bin überzeugt, dass es ein guter Zeitpunkt ist zu gehen.“

2 Replies zu "Christina Hengster lässt den Eiskanal hinter sich"

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    Hofmann Franz-Josef
    17. November 2018 (15:26)
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    Chrissi,
    ich kann nur nochmal danke sagen für die freundschaftlichen, interessanten, spannenden Jahre in denen ich dich und dein Team als Trainer im ÖBSV im Weltcup begleiten und erleben durfte.
    Wünsche dir bei allen was du vor hast alles Gute und viel Erfolg dabei.

    F.-J.

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    Carsten Ziemer
    22. November 2018 (0:19)
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    Schade, daß Du aufhörst. Wir mögen Dich. Überleg es Dir gut. Oder werde Trainerin. Peking 2022 wartet auf Dich.

    Carsten


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